Elsterbau Travel – Stein auf Stein

25 Grad, Sonnenschein, bestes Crossgolf-Wetter, und 14 Bahnen beim „Elsterbau Travel – Stein auf Stein“, organisiert von Hook & Slice, zu spielen. Also machten wir uns auf den Weg nach Elster.

Nach einem kurzen Briefing und der Einteilung der Flights machten sich die 15 Crossgolferinnen und Crossgolfer auf den Parcours.

Los ging es auf Bahn 1. Der Abschlag lag außerhalb des Geländes zwischen Straße und Firmengebäude von Elsterbau. Erst einmal zehn Meter vom Beton auf den Rasen. Danach ein langer Schlag, etwa 55 Meter weit, aufs Firmengelände hinter das Carport. Bis zum Ziel, einem Bauschuttcontainer, waren es noch drei Schläge. Der Ball musste drin liegen bleiben. Nach dem sechsten Schlag lag die Murmel drei Meter vor der Stirnseite des Containers. Der Schwung fühlte sich gut an, der Ball flog sauber – doch dann: uff! Voll auf die hintere Kante des Containers. Der Ball sprang zurück und blieb im Container liegen. Glück gehabt.

Bahn 2. Der Abschlag war neben dem Carport, leicht nach hinten versetzt. Erst ein leichter Pitch nach vorn, dann ein langer Schlag über den Innenhof Richtung Ziel – ein Werbeschild vor einem Haus. Natürlich blieb der Ball direkt neben dem Haus liegen. Also vors Haus chippen. Der nächste Schlag ging keine zwei Zentimeter am Ziel vorbei. F*uck. Noch einmal ran gespielt und dann war die Bahn erledigt.

Weiter ging es auf Bahn 3. Rund 70 Meter lang, Ziel war eine alte Haustür. Der Abschlag lag sauber vor der Gasse zwischen zwei Gebäuden. Noch zwei Schläge weiter und der Ball blieb fünf Meter vor der Tür liegen. Der vierte Schlag machte den Deckel drauf.

Auf der zugewachsenen Bahn 4 ging es weiter. Rund 45 Meter bis zum Ziel, einem Kunststoffteil zur Schuttaufnahme. Zwischen Abschlag und Ziel standen lediglich zwei Gebäude. Direkt spielen? Unmöglich. Also außen herum. Das größere Problem war aber das Ziel selbst. Der Ball musste darin liegen bleiben. An diesem Tag fühlte sich das fast unmöglich an.

Auf Bahn 5 grüßte bereits das „Arschloch“. Rund 75 Meter vom Abschlag bis zum Ziel. Dazwischen Bäume, Erdhaufen und Betonwände. Alles im Weg.

Der erste Abschlag verschwand direkt in den Bäumen. Ball weg. Strafschlag, also nochmal von vorn. Danach zehn Meter vorgelegt und mit einem langen Schlag über Betonwand und Erdhaufen gespielt. Noch etwa 30 Meter bis zum Arschloch. Nach zwei weiteren Schlägen perfekte Lage. Doch dann den Schläger etwas zu weit unter den Ball gebracht. Fünf Zentimeter drüber und ab ins Dickicht. Ball zurückgeholt, aber daraus wurde nichts mehr.

Bahn 6 – ein Griff ins Klo. Wortwörtlich. Rund 45 Meter bis zum Ziel, einem von Bauschutt bewachten Klo. Fünf Schläge hat es gebraucht.

Auf Bahn 7 warteten rund 50 Meter bis zur Bauschuttwanne. Zwischen uns und dem Ziel lagen zwei hohe Sandberge, ein paar Bäume und jede Menge Stahl. Also Abschlag volles Rohr rechts über den Berg. Der Ball prallte am Haus ab. Hmm. Der Ball liegt hinter einer Box. Vorbei gechippt. Nächster Schlag zehn Meter zwischen den Legierungsstahl. Kurz Platz geschaffen und mit dem Wedge Richtung Wanne gespielt. Aus fünf Metern dann reingechippt. Dafür gab es sogar einen Schlag Abzug auf der Scorecard. YEAH!

Weiter zur Bahn 8. Rund zehn Meter vor dem Abschlag standen Paletten und kleine Container herum. Schnell drüber gespielt und etwa 40 Meter weit gekommen. Das Ziel war eine kleine Hütte. Von vorn musste man reinspielen. Innen lag jede Menge Styrodur herum. Schlag zwei, etwa 30 Meter vor der Hütte. Halbhoch gespielt, der Ball setzte fünf Meter vor dem Ziel auf und rollte. Und rollte. Und rollte. Leider nur bis auf 20 Zentimeter ran ans Ziel. Also doch noch Schlag drei.

Der Abschlag auf Bahn 9 erfolgte von einer Rampe. Es ging über ein Haus hinweg. Wie bei vielen anderen auch nicht direkt beim ersten Versuch. Der Ball lag unspielbar im Gerümpel. Strafschlag, neuer Versuch. Auf der anderen Seite musste ein 500er-KG-Rohr durchgespielt werden. Erst links vorbei, dann rechts vorbei und irgendwann doch getroffen.

Bahn 10. Rund 45 Meter. Abschlag vom Beton über jede Menge Baumaterial. Der erste Schlag passte perfekt. Mit dem zweiten war das Ziel erreicht. Mit dem dritten noch besser positioniert. Jetzt hieß es: ab in die Röhre. Der Ball sollte drin liegen bleiben. Eigentlich kein Problem, dachte man. Zwei Meter lang und innen komplett geriffelt – wie soll man da durchspielen? Naja, irgendwie ging es doch. Der Ball kam auf der anderen Seite wieder heraus und lag gefühlt ewig weit weg. Wieder angenähert und nochmal angenähert. Am Ende stand eine satte 10 auf der Scorecard.

Bahn 11 war etwa 50 Meter lang und voller Hindernisse. Baugeräte, Steine und Stahl überall. Ziel war ein Pflanzkübel. Muss man da reinspielen? Natürlich. Und liegen bleiben. Was für eine blöde Frage. Mit vier Schlägen war die Bahn geschafft. Besser als beim Abschlag erwartet.

Bahn 12 führte in den grünen Teil des Geländes – den Garten am Bürogebäude. Zwischen Abschlag und Ziel lagen rund 65 Meter. Zunächst ging es zwischen Paletten mit Betonteilen hindurch. Danach stand ein Haus im Weg. Erster Schlag raus aus der Lagerecke und über die Paletten hinweg. Der Ball blieb etwa 20 Meter vor dem Haus liegen. Vorbei oder drüber? Natürlich drüber. PW raus und los. Der zweite Schlag war zu kurz und kam wieder vom Dach herunter. Mit dem dritten ging es dann endlich rüber. Geschafft. Naja, fast. Die Murmel lag hinter einer zweireihigen Hecke. Kurze Denkpause. Die Hauswand als Bande nutzen – das ist es! Und tatsächlich. Ein Schlag später lag der Ball sieben Meter vor dem Ziel, dem Pfeiler eines Sonnensegels. Den traf der nächste Schlag dann direkt.

Auf Bahn 13 ging es wieder über ein Haus hinaus aus dem Innenhof. In rund 60 Metern Entfernung wartete eine Baggerschaufel. Der Ball musste natürlich auch hier drin liegen bleiben. Abschlag kein Problem. Die Annäherung war auch Bombe. Nur leider auf der falschen Seite liegen geblieben. Also einmal vorgelegt und mit dem vierten Schlag versenkt.

Auf der rund 70 Meter langen Bahn 14 musste der Ball noch einmal über das Carport. Dahinter stand ein riesiges Elsterbau-Werbeschild. Getroffen werden durfte allerdings nicht das Schild selbst, sondern nur einer der drei kleinen Pfeiler davor. Auch hier aus guten 10 Metern das Ding gefinisht. Das klappte heute ganz gut. 

Zum Abschluss gab es Burger vom Grill nebenan, bevor Jörg von Hook & Slice und Stefan von den X Golf Brothers Berlin im Stechen um Platz zwei antreten mussten. Wer zuerst in den Kofferraum von Steves Passat traf, hatte gewonnen. Jörg durfte sich am Ende Sieger des Stechens nennen.

War jedenfalls ein geiles Turnier und hat eine Menge Spaß gemacht. Danke an Hook & Slice für die Organisation.